2016-05-30

Das falsche Programm

Wer bislang noch nicht von einer massenhaften Medien-Nutzung seiner (kleinen) Kinder betroffen war, weil die höchstens TV gucken, und zwar stets das harmlose Kinderprogramm, konnte zumindest am Sonntagmorgen bereits einen Eindruck vom Sinn der Initiave Schau hin erhalten, siehe Süddeutsche Zeitung, via W&V:

Link veraltet, zum Aritkel: "Panne: ZDF sendet Horrorfilm statt "Coco, der neugierige Affe"

In Fall von Halloween - die Nacht des Grauens morgens um sechs, könnte man versucht sein, den Untertitel der Intiative, "Was dein Kind mit Medien macht" getrost in "Was die Medien mit deinem Kind machen" umtaufen.

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2016-05-08

Die Mutterolle mit E-Auto

Wer weiß, vielleicht werden die lieben Kleinen eines Tages im autonom fahrenden E-Mobil in die Kindertagesstätte gebracht und wieder abgeholt, so dass die täglichen Transporte von Müttern entfallen, die sich dann endlich ihrem Vollzeit-Arbeitsplatz widmen können, den auch die Grünen nun in ihrem Programm vorsehen. Noch sind wir nicht soweit, wie unsere beiden Artikel zeigen. Annegret Handel-Kempf gibt eine Wasserstandsmeldung zur aktuellen E-Mobilität, Sarah Fischers Buch über die Mutterrolle fand ein begeistertes Publikum, aber auch heftige Gegner, wie sie im Interview verriet.

Elektromobilität - mehr Ladesäulen, größere Reichweiten

Die Mutterrolle - Interview mit Sarah Fischer

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2016-03-24

Ein Foto und seine Bedeutung

Ein sehr guter NDR-Radio-Beitrag klärt über die wahre Bedeutung des Fotos auf, das Erika Steinbach einst "übernahm" und mit einer um 180 Grad entgegengesetzten Bedeutung in die Welt setzte. Dass der Spruch nicht wirklich zum Foto passt, konnte dabei eigentlich jeder auch ohne geübten Blick sofort erkennen. Die australischen Eltern des Kindes und die Leiterin des indischen Kinderheims sind entsetzt über die Verzerrung der Tatsachen sowie über die "Nutzung" der abgebildeten Kinder für eigene Interessen, schön, dass der NDR aufgeklärt hat, die Tweets formen das Sahnehäubchen:
Link zum NDR-Artikel "Ausgegraben - Der Ursprung des Steinbach-Bildes" veraltet.

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2015-07-22

Alte Mädchenherrlichkeit - Oder: Wer ist die erste Dame des Dorfes?

Jetzt geht das ganze Theater ums Betreuungsgeld schon wieder von vorne los. Hätte man in diesem Land aber wirklich etwas anderes erwarten können?
Nur weil das Bundesverfassungsgericht das Betreuungsgeldgesetz formal für nichtig erklärte, sich aber keineswegs dazu herabgelassen hatte, inhaltlich etwa diktieren zu wollen, was die ärmsten Politiker der Gegenwart - gleichermaßen die der Regierung als auch der Oppostion - , die sowieso schon erstaunlich große Schwierigkeiten mit der real existierenden Diversität der zu Regierenden haben, denn nun machen sollen, wird die Zeit zurückgedreht und es beginnen wieder haargenau dieselben polemischen Debatten darum, "der Frau" (als solcher) den gefälligst politisch richtigen Weg zu weisen. Als ob die nicht schon längst selbst wüsste, was sie wollte ... Ist dieses wirklich schon das 21. oder doch eher noch das 18. Jahrhundert???

Zeit - ist das Stichwort. Mich würde interessieren, welche von den streitbaren Damen, die das Betreuunggeld ("großzügige" 150 Euro im Übrigen) so genüsslich als Herdprämie diffamierten, in den Jahren zwischen 1986 und 2006 (die letzten Auszahlungen gab es noch bis Ende 2008, Anfang 2009), selbst das Bundeserziehungsgeld für ihren Nachwuchs einkassierten. Es wäre auch durchaus interessant für die Öffentlichkeit zu erfahren, welche der Wortführerinnen, die inzwischen wegen 150 Euro für die Erziehungsleistung ihrer Töchtergeneration stoiisch auf der Palme sitzen, für ihre eigenen Kinder dagegen höchstpersönlich ein Jahr lang 450 (460) Euro pro Monat oder zwei Jahre lang 300 (307) Euro (siehe Link) pro Kind bezogen.

Dieses für den Steuerzahler sehr viel teurere Bundeserziehungsgeld lief immerhin über zwanzig Jahre lang - inklusive drei Jahre (!) Erziehungurlaub pro Kind. Davon profitierten demnach auch entsprechend viele Mütter, die damals wie heute die Hauptbezieherinnen waren. Die Kritik am großzügigeren Erziehungsgeld und am längeren Erziehungsurlaub fiel seltsamerweise auch noch deutlich weniger hysterisch aus als in der Gegenwart am Betreuunggeld und dem Umstand, das manche Eltern auch heute noch ihre Kinder erst in die Kita geben wollen, wenn die Kinder auch sprechen können.

Bei zwei oder drei Kindern stellten Beträge von etwa 600 bis 900 Euro pro Monat (!) zumindest im zweiten Lebensjahr von Kindern eine wesentlich großzügigere Entlastung von Familien dar und bildeten wohl gleichzeitig eine viel größere "Gefahr", den Frauen "falsche Signale" (sich nicht dem Erwerbsleben zu widmen) zu geben, als diese lächerlichen Beträge von heute, um die nun u.a. deren einstige Nutznießerinnen streiten wie am Fischstand von Verleihnix.

Solchermaßen betroffene, "erste Damen des Dorfes" müssen sich durchaus fragen lassen, ob sie nicht schlicht und einfach zu geizig sind, eine langsam um sich greifende Unart des demografischen Wandels, ihrer Töchtergeneration nicht einmal mehr die Hälfte von dem zu gönnen, was sie selbst einst so "großzügig" für sich selbst in Anspruch genommen hatten. Also raus mit der Sprache: Wer von den aktuellen Herdprämien-Verächerinnen hat für die eigenen Kinder selbst zwischen 1986 und 2008 (2009) Bundeserziehunggeld erhalten? Und wenn ja, wie viel und wie viele Jahre lang setzten sie aus dem Beruf aus - und warum?

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2015-05-09

Muttertag 2015

Angesichts einer offensichtlichen Tendenz, von Müttern zu verlangen, für die unterschiedlichen Märkte und den Sozialstaat lediglich noch funktionierende, marktkonforme Kinder zu produzieren, sollten Mütter und potenzielle Mütter sofort in den Streik treten:

Muttertag? Auf Nimmer-Wiedersehen!

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2015-05-06

Die schöne neue Welt des Kindeswohls

Der nächste Teil der Artikelserie "Bye-bye Bildung" ist erschienen. Nun geht es um die nächsten Strukturen, vorwiegend die der Kinderschutzgesetze, die ursprünglich das sprichwörtliche afrikanische Dorf unterstützen bzw. ersetzen sollten, das bekanntlich notwendig ist, um ein Kind großzuziehen. Deckt sich der hehre Anspruch mit der Wirklichkeit?

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2014-09-16

Bildungsreport: Was die Deutschen von der nächsten Generation alles erwarten

Ein Bildungsbericht jagt den nächsten, auch die ifo hat nun ihr erstes "Bildungsbarometer" veröffentlicht, Pressemitteilung, cesifo-group.de:

"Deutsche für Kindergartenpflicht und Abschaffung der Gebühren – Ergebnisse des ersten ifo Bildungsbarometers " - wurde entfernt, Link veraltet.

Kommentar: Als Fazit der Umfrageergebnisse kann man zusammenfassen, die deutsche Bevölkerung erwartet von der nächsten Generation, inklusive deren Helfershelfern, u.a. Eltern und Lehrer, demnach etwas sehr Schlichtes, nämlich möglichst viel Leistung, die möglichst wenig kosten soll. Auch die günstigere Nicht-Verbeamtungs-Lehrer-Variante dürfte vor allem dieser Prämisse entsprechen, denn die Folgen, u.a. zahlen private Schulen besser, wurden nicht abgefragt. Diese Rechnung wird, selbst mit den höchsten Studiengebühren und der höchsten Müttererwerbsbeteiligung aller Zeiten, nicht aufgehen. Bei den Ergebnissen dieser Umfrage handelt es sich lediglich um das zu erwartende Stimmungsbild einer alternden Gesellschaft, in der die Anzahl der Haushalte mit Kindern, die noch zukunftsfähig agieren könnten, seit Jahrzehnten rapide sinkt, infolgedessen sich das Zeitfenster für notwendige Reformen daher in Kürze rasant schließen wird. Problemschulen sind heute so gut wie alle Schulen, die ohne Aufstockung echten Lehrpersonals den Wandel von Halbtags- in Ganztagsschulen wuppen müssen und erst recht die chronisch unterfinanzierten Universitäten. Wer dafür selbst nichts ausgeben, aber ausgerechnet Studierende Kindergartenkinder gegenfinanzieren lassen will, nur weil eine Mehrheit, die keine Kinder in Ausbildung und Schule (mehr) hat oder haben will, sehr gut damit leben könnte, darf sich nachher dann auch nicht über eine magere Zukunft beklagen.

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2014-07-17

Und weiter geht's mit der fröhlichen DDRisierung der Familie

Hurra, das sozialistische Familienleitbild ist wieder da!

U.a. die Sendung Kontraste griff das Thema auf und lässt weiter diskutieren:

Der Staat als Erzieher - CDU-Politiker fordern Elternführerschein

Und hier geht's zum Wirtschaftswetter-Artikel:

DDRisierung - Das neue Diktat der genormten Kollektiv-Kindheit

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