2018-06-10

DSGVO, EuGH-Urteil, Fanpages + Co - die große Verwirrung

Die DSGVO bzw. die Umsetzung und das aktuelle Urteil des EuGH sorgen für große Verwirrung. Dazu kam aktuell (6.Juni 2018) noch eine Entschließung der Datenschutzkonferenz (Zusammenschluss der deutschen Datenschutzbehörden). Bei Letzteren, Urteil und Entschließung geht es um die gemeinsame Verantwortung, die Fan-Page-Betreiber (in etwa übertragbar auf jeden Betrieb eigener Inhalte auf Plattformen externer Anbieter/Unternehmen) und Plattform-Anbieter tragen, auf deren Plattformen die Fan-Pages sozusagen bespielt werden. Dass die Verantwortung, in Konsequenz aus der EU-Datenschutzgrundverordnung eine gemeinsame sein muss, klingt erst einmal natürlich grundsätzlich logisch. Die Umsetzung in der Praxis und damit in allen Details ist für den "Anwender" derzeit allerdings alles andere als transparent und einfach, weil die konkrete Ausgestaltung dieser Verantwortlichkeiten eines der momentanen Rätsel der Auslegung der DSGVO zu sein scheint.

Hier erst einmal zu der Entschließung, PDF:
Entschließung DSK Fanpages EuGH-Urteil

In einem Blog eines Rechtsanwalts heißt es dazu, die Entschließung sei in einigen Punkten einfach noch zu vage, um daraus zu schließen (kein Wortwitz), dass Fanpages grundsätzlich zu schließen (kein Wortwitz) seien. Im Kern ist der Blog der Auffassung, dass es einer weiteren Klärung der konkreten Verantwortlichkeiten bedürfe, die auch als möglicherweise zu ungleichen Teilen aufgefasst werden könnten, mit der Betonung auf könnten. Achtung, es handelt sich hier um eine Meinung.

Siehe hier: Facebook Fanpages - Datenschutzbehörden veröffentlichen (leider nur vage) Handlungsempfehlungen für Unternehmen

Da auch für uns, die Online-Zeitschrift Wirtschaftswetter, die Angaben zu vage sind, um Entscheidungen treffen zu können, müssen und werden wir uns hier, im über Blogger, Google betriebenen Redaktionsblog und auf den entsprechenden Google+-Seiten, etwas zurückhalten und die Entwicklung abwarten müssen, wie die Regeln in die Praxis umgesetzt und weiter konkretisiert werden. Bis dahin beachten Sie bitte, wenn Sie uns hier besuchen, dass auf dieser Seite, auf der Sie sich gerade befinden, die Datenschutzerklärung von Google gilt, die wir rechts auf der Startseite des Blogs noch einmal permanent verlinkt haben.

Hier finden Sie uns: Das Wirtschaftswetter, in dem unsere eigene Datenschutzerklärung gilt.

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2018-05-26

Nur ein Test

Achtung, das ist nur ein Test, weil es irgendwelche Link-Probleme in Google+ gibt.

Wirtschaftswetter

2018-03-17

Die ewige Kleider-Macht-Frage...

In Zeiten einer wachsenden Anzahl männlich geprägter Diktaturen sollten wir uns endlich von der Kleiderfrage verabschieden, es sei denn, man wollte künftig die ausschließliche Zulässigkeit der Tragbarkeit von Schuhen mit Stahlkappen abhängig machen...

Jennifer Lawrence kann anziehen, was sie will

... und so hoffenlich wie überfällig weltweit auch bald alle Frauen!

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2017-02-04

Bot-Zombie-Armeen manipulieren soziale Netzwerke

Zufällig wurde ein 350.000-"Mann"starkes Bot-Netzwerk entdeckt, wie Spektrum berichtet. Und das Nächste - diesmal mit sage und schreibe 500.000 Bots - dürfte wohl auch bald aufgedeckte, unangenehme Wirklichkeit werden, in der mit immer unvorstellbareren Fake-Massen auf menschliche Hirne eingetrommelt wird.

Spektrum.de:
Die untote Bot-Armee

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2016-12-25

Europäische Traditionen - Zambombas

"Eine lange Nacht", heißt es im letzten Monat des Jahres, spätestens am 23. Dezember in Andalusien. Der Trend zur fröhlichen Zambomba, einem vorweihnachtlichen Flamenco-Gesang mit Nachbarn und Freunden, nach dem gleichnamigen Instrument benannt, ist inzwischen wieder ungebrochen, einst wären die Zambombas dagegen beinahe fast ganz verschwunden.
Die Flamenco-Gesänge vor dem eigentlichen Weihnachtsfest erfreuen sich inzwischen wieder einer steigenden Beliebtheit. Also, wer in Europa einen Abend im Dezember bzw. den Vorabend des 24. einmal klassisch andalusisch gestalten möchte, sollte an eine Zambomba denken. Die Nachbarn werden dabei nicht vorgewarnt, sondern gleich mit eingeladen.

Weitere Informationen, z.B. hier von Katharina Korell über die Zambombas in Jerez, PDF: Das Fest im Dreivierteltakt

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2016-11-20

Wenn Frauenbeaufragte irren

Was ist nochmal die Aufgabe von Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten?

Einige hatten sich darunter bislang durchaus etwas anderes vorgestellt als das magere Ergebnis einer vom zuständigen Sozialministerium geförderten Projekt-Zusammenarbeit zwischen den Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Landes Baden-Württembergs und einer Studentengruppe der Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG).

Heraus kam ein lediglich zweifelhafter Kino-Spot, der aktuell für viel Kritik sorgt und der ausgerechnet (!) in der "Woche gegen Gewalt gegen Frauen" zumindest in Heidelberg, am 22. November noch einmal "feierlich" der Öffentlichkeit vorgesetzt werden soll. Öffentlich ist das Werk sowieso, und zwar ohne die beflissen verbreitete Altersbeschränkung ab 16 Jahre indes für jedermann jeden Alters - im Netz. Die ganze Geschichte hat Nessa Altura in ihrem Blog autorenexpress.de zusammengefasst:

Stop Rape!

Update 2016-11-21
Der Kino-Spot und desssen Weiterverbreitung - auch in Kinos - wurde heute von den Initiatoren gestoppt. Morgen soll es dazu eine offizielle Stellungnahme geben.

Update 2016-11-28
Ein weiterer, gelungener Bericht + Kommentar von Birte Vogel in ihrem Thea-Blog zum seltsamen Werk und seinen zahlreichen Kritikerinnen + Kritikern:

"War schon geil?"

Außerdem hat Spiegel-Online das Werk angesprochen:

Sexuelle Gewalt - Lernt, was eine Vergewaltigung ist von Margarete Stokowski

Update 2016-12-11
Den besten Kommentar zum Film gaben die Expertinnen der Beratungsstellen vor Ort selbst, klingt wie eine Zusammenfassung sämtlicher von vielen Kritikerinnen und Kritikern vorgebrachten sachlichen Argumente PDF:
Stellungnahme_Kinospot "Stop Rape"

Der Rückschritt wird noch sichtbarer wenn man das aktuelle, an eine Uni vergebene Projekt mit der anno 2003/2004 von Weimarer Studenten konzipierten Plakat-Wanderausstellung gegen Gewalt im Auftrag des Weißen Rings vergleicht. Auch die Darstellungen sind nicht leicht verdaubar, aber zumindest Nicht-Fachleuten erscheint die Distanz zur Gewalttat und zum Gewalttäter wesentlich deutlicher umgesetzt worden zu sein:

Wiedergefunden auf Spiegel-Online:
Drastische Plakat-Kampagne - "Ich schlag dir die Fresse ein"

Bildergalerie der Plakate

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2016-10-04

GAFA, TAB - und VEZOS???

Interessanter Artikel auf W&V. Aber wer hätte den Mut, das Durchhaltevermögen sowie das nötige "Kleingeld", im derzeit europäischen Flickenteppich unterschiedlichster Interessen, alle an einen Tisch zu bringen und anschießend mindestens zehn Mal so lange wie die Konkurrenz verhandeln zu müssen, bis sich solch ein gigantisches Handels-Gebilde made in Europe überhaupt einigermaßen herausschälen könnte? Immerhin, eine herausfordernde Aufgabe für ein/e Alleskönner/in mit einem ebensolchen Team, oder?

"Wer stoppt die Killermaschine Amazon?

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